Erfolg ist, was Du daraus machst: Das Beispiel Nicole Pisani
Erfolg ist, was Sie daraus machen. © Lichtmeister @ Shutterstock.com

Erfolg ist, was Du daraus machst: Das Beispiel Nicole Pisani

Wir streben nach dem Höchsten, bilden uns stets weiter und greifen nach den Sternen. Wir möchten beruflich die Spitze erobern, die besten Gehälter einsacken und von anderen bewundert werden, denn wir machen: Karriere! Manchmal scheint es jedoch zum beruflichen Werdegang zu gehören, erst die Spitze zu erreichen, um sich dann für einen anderen Weg zu entscheiden. Dann merken wir erst auf der Welle des Erfolgs, was uns wirklich zufrieden macht, wie im Falle von Nicole Pisani.

Von der Starküche zu der Suche nach…?

Nicole Pisani ist Köchin. Und sie ist nicht irgendeine Köchin, denn letztes Jahr hat die 34-Jährige noch die Gaumen ihrer Gäste in einem Gourmet-Restaurant unter der Leitung von Starkoch Yotam Ottolenghi in London verwöhnt. Nicole Pisani war Chefköchin im Restaurant Nopi, das als kulinarisches Top-Establishment in Soho gilt. Doch der Job machte sie mit der Zeit müde und deshalb schaute sie sich nach etwas anderem um: „Nach einer dankbaren Aufgabe, nach etwas, was sich wirklich lohnt“, berichtete sie britischen Reportern.

Statt Promis warten hungrige Kinder

Und heute? Heute kocht Nicole Pisani in einer Londoner Schulkantine für rund 500 Schüler. Die Gayhurst Community School hatte nach einer neuen Kantinenchefin gesucht und war natürlich von der Gourmet-Köchin gleich begeistert als diese sich ins Probekochen stürzte.

Statt Stars und Sternchen im Gourmet-Restaurant musste sich Nicole Pisani in ihrem neuen Job auf wählerische Kinder-Geschmäcker einstellen. Das war keine leichte Aufgabe und für alle ein Lernprozess, beurteilt sie rückblickend. Doch es hat sich gelohnt, denn heute finden nicht nur originelle und gesunde Speisen den Weg in die Schulkantine, sondern auch mehr und mehr Schüler, die neugierig auf das besondere Schulessen geworden sind.

Kichererbsen-Küchlein mit Süßkartoffeln, Spinat und Rübchen, geraspelte rote Beete mit griechischem Joghurt und sogar Muscheln werden heute serviert. Für viele Schüler, von denen ein Drittel aus mittellosen Familien kommt, stellt das eine ganze neue Erfahrung dar.

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Acht Gänge für den guten Zweck

Von der guten Küche sollen alle profitieren. Die Gourmet-Köchin hat kürzlich auch die Erwachsenen zu einem Acht-Gänge-Menü in die Schulaula eingeladen, um sie nicht nur kulinarisch zu verwöhnen, sondern auch die dreißig Pfund (rund 40 Euro) pro Menü der zahlungswilligen Eltern für einen guten Zweck zu sammeln. Rund 3000 Pfund kamen auf diese Weise bei der Aktion zusammen, bei der auch frühere Kollegen aus dem Gourmet-Restaurant mithalfen. Von dem Geld wurden neues Geschirr, Tischdecken und Blumen fürs alltägliche Schulessen sowie ein Kräutergarten im Hof finanziert.

Revolution in der Schulküche – ein Karrierewechsel mit Perspektive

Vor 10 Jahren rief Jamie Oliver zur „Revolution“ in den Schulküchen auf. Nicole Pisani handelt nach diesem guten Vorsatz und konnte durch ihr Essen bereits die Zahl der Konsumenten plastikverpackter Lunchpakete um ein Drittel verringern.

Außerdem möchte sie 18 weitere Schulen in der Umgebung besuchen, um das Küchenpersonal dort für neue Ideen und Rezepte zu begeistern. Denn ihre Botschaft ist nicht, eine „versnobte Küche“ in Londoner Schulen zu verbreiten, sondern einfach etwas „Originelles zu versuchen“. Ihre neue Tätigkeit hat damit für sie selbst und für andere einen sichtbaren Nutzen.

Nicole Pisani hatte nach einer dankbaren Aufgabe gesucht, nach etwas, „was sich wirklich lohnt.“ Während sie früher besondere Gaumen verwöhnte, geht es für sie heute darum, viele Münder auf gesundem Weg satt zu bekommen. Dieser Karrierewechsel hat ihr selbst gut getan und medienwirksam war er ebenfalls – schließlich haben nicht nur bekannte britische Medien von der Köchin berichtet, sondern auch hierzulande große Tageszeitungen.

Dieses große Interesse an ihrer Entscheidung drückt nicht nur Bewunderung und Respekt für ihren Wechsel in die Schulkantine aus, sondern zeigt auch die Möglichkeiten, die sich nun durch die öffentliche Berichterstattung ergeben.

“Was wir am Beispiel Nicole Pisani über Erfolg und #PersonalBranding lernen können.“

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Nicole Pisani lebt ihre Überzeugung, ist Expertin auf ihrem Gebiet und gewinnt viel Aufmerksamkeit durch ihr vorbildliches Handeln. Das hilft ihr, zukünftige Pläne umzusetzen und andere Menschen für ihre Projekte zu gewinnen. Genau diese Aspekte sind für ein Personal-Branding-Konzept ausschlaggebend, denn die öffentliche Darstellung zeigt den Menschen in der Rolle, in der er sich wohl fühlt, die zu ihm passt. Sie zeigt seine Geschichte und sein Potenzial, etwas zu verändern und sich dadurch positiv von anderenabzuheben. Denn Gourmet-Lokal hin oder her: Eine sehr erfolgreiche Köchin ist sie geblieben.

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