Personal Branding Checkliste: 60 Punkte zum Abhaken, vom Fundament bis zur Messung
Diese Personal Branding Checkliste fasst zusammen, was in den Artikeln dieses Lexikons steht, in 60 Punkte zum Abhaken. Acht Abschnitte, in der Reihenfolge, in der eine Personenmarke entsteht: Fundament, Positionierung, Auftritt, LinkedIn-Profil, Inhalte, Netzwerk, Messen sowie Haltung und Schutz. Jeder Abschnitt verweist auf den Artikel, der in die Tiefe geht. Geh die Liste einmal am Stück durch, hake ehrlich ab, was heute erfüllt ist, und beginne bei dem ersten Abschnitt, in dem etwas fehlt. Danach reicht ein Durchgang pro Quartal.
Die Reihenfolge ist Absicht. Wer beim Fundament und bei der Positionierung Punkte offen lässt, baut alles Weitere auf Sand: Ein Profil ohne Positionierung ist beliebig, ein Beitrag ohne Thema ist Lärm. Die ersten 16 Punkte sind deshalb die wichtigsten, auch wenn sie am wenigsten sichtbar sind. Zum Ausdrucken lässt sich die Seite im Browser als PDF speichern; die Kästchen bleiben leer und werden mit dem Stift abgehakt.
Fundament (8 Punkte)
Vertiefung: Personal Branding starten, Persönliche SWOT-Analyse, Human Design und Personal Branding.
- ☐ Ich kann in einem Satz sagen, wem ich womit helfe.
- ☐ Ich kenne meine drei größten Stärken und habe sie von drei Menschen bestätigen lassen.
- ☐ Ich weiß, welche Arbeit mir Energie gibt und welche mich erschöpft.
- ☐ Ich habe meine Werte in fünf Wörtern notiert und zu jedem ein Beispiel.
- ☐ Ich kenne meine Bauweise: Typ, Strategie, Autorität und Profil aus meinem Human-Design-Chart.
- ☐ Ich habe eine persönliche SWOT-Analyse gemacht: Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken.
- ☐ Ich weiß, warum ich sichtbar werden will, und habe es aufgeschrieben.
- ☐ Ich habe meinen Namen gegoogelt und weiß, was heute auf der ersten Seite steht.
Positionierung (8 Punkte)
Vertiefung: Positionierung finden, Nische finden, Alleinstellungsmerkmal finden, Elevator Pitch.
- ☐ Meine Zielgruppe ist so konkret, dass ich drei Menschen namentlich nennen könnte.
- ☐ Ich kenne das eine Problem, für das diese Menschen mich suchen.
- ☐ Ich kann sagen, was mich von anderen in meinem Feld unterscheidet, ohne das Wort „Qualität“.
- ☐ Mein Alleinstellungsmerkmal besteht den Namens-Test: Ohne meinen Namen könnte den Satz niemand anderes sagen.
- ☐ Ich habe eine Nische gewählt und ihr ein Jahr Zeit gegeben.
- ☐ Mein Markenversprechen passt auf eine Zeile, und ich kann es jedes Mal halten.
- ☐ Mein Elevator Pitch dauert unter 30 Sekunden und endet mit einer Frage.
- ☐ Ich habe drei Themen festgelegt, zu denen ich ein Jahr lang etwas zu sagen habe.
Auftritt (7 Punkte)
Vertiefung: Das perfekte Profilbild, Markenfarben wählen, Eigene Website, Über-mich-Seite schreiben, Stimme und Auftreten.
- ☐ Ich habe ein aktuelles Porträt: Gesicht erkennbar, ruhiger Hintergrund, Blick in die Kamera.
- ☐ Ich benutze dasselbe Foto überall: LinkedIn, Website, Newsletter, Vortragsankündigung.
- ☐ Ich habe zwei Markenfarben und eine Schrift festgelegt und benutze nur diese.
- ☐ Ich habe eine eigene Website oder mindestens eine Seite unter meinem Namen.
- ☐ Meine Über-mich-Seite beginnt mit dem Problem der Leser, nicht mit meinem Lebenslauf.
- ☐ Ich weiß, wie ich auf einer Bühne stehe, spreche und pausiere, und habe es einmal auf Video gesehen.
- ☐ Impressum, Datenschutzerklärung und Kontaktweg sind vorhanden und aktuell.
LinkedIn-Profil (8 Punkte)
Vertiefung: LinkedIn-Profil optimieren und der Leitfaden Personal Branding auf LinkedIn.
- ☐ Mein Slogan nennt einen Nutzen, keinen Jobtitel.
- ☐ Mein Banner ist kein leeres Blau: ein Satz oder ein Bild aus meiner Arbeit.
- ☐ Mein Info-Text beginnt mit der Zielgruppe und endet mit dem Weg zu mir.
- ☐ Im Fokus-Bereich stehen drei Belege: ein Beitrag, ein Ergebnis, ein Vortrag oder Artikel.
- ☐ Jede Station meiner Berufserfahrung nennt ein Ergebnis, nicht nur Aufgaben.
- ☐ Meine Kenntnisse sind sortiert, die passenden stehen oben, und drei davon sind bestätigt.
- ☐ Meine Profil-Adresse ist mein Name, ohne Zahlenanhang.
- ☐ Ich sehe einmal pro Woche nach, wer mein Profil besucht hat.
Inhalte (8 Punkte)
Vertiefung: Content-Plan, Origin Story, Storytelling-Frameworks, Newsletter, Personal Branding mit KI.
- ☐ Ich habe einen Content-Plan für die nächsten vier Wochen.
- ☐ Ich veröffentliche an einem festen Wochentag.
- ☐ Ich habe meine Origin Story geschrieben: warum ich tue, was ich tue.
- ☐ Jeder Beitrag enthält ein Detail, das nur ich wissen kann.
- ☐ Ich kenne ein Storytelling-Framework und benutze es, ohne dass man es merkt.
- ☐ Ich beantworte jeden Kommentar unter meinen Beiträgen innerhalb eines Tages.
- ☐ Ich prüfe jede Zahl und jedes Zitat gegen die Quelle, auch wenn KI es vorgeschlagen hat.
- ☐ Ich habe neben LinkedIn einen zweiten Kanal, der mir gehört: Newsletter, Blog oder Podcast.
„Die Personal Branding Mastery ist ein echter Quantensprung. Es geht nie darum, Strategien zu kopieren, sondern den echten Menschen hinter der Marke sichtbar zu machen. Die beste Businessentscheidung der letzten Jahre.“
Netzwerk (6 Punkte)
Vertiefung: Personal Branding offline, Sympathie gewinnen.
- ☐ Ich kommentiere täglich bei fünf Menschen aus meinem Feld, mit eigener Erfahrung.
- ☐ Ich schicke keine Angebote in der ersten Nachricht.
- ☐ Ich habe eine Liste von zwanzig Menschen, deren Arbeit ich verfolge und mit denen ich sprechen will.
- ☐ Ich war in diesem Jahr auf mindestens zwei Veranstaltungen, bei denen meine Zielgruppe war.
- ☐ Ich habe drei Menschen um eine Empfehlung oder ein Zitat gebeten, mit Erlaubnis zur Veröffentlichung.
- ☐ Ich empfehle andere öffentlich, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Messen (7 Punkte)
Vertiefung: Personal Branding messen, Online-Reputation, Personal Rebranding.
- ☐ Ich kenne meine fünf Kennzahlen: Profilbesuche, Anfragen, Einladungen, Suchen nach meinem Namen, Kunden über Sichtbarkeit.
- ☐ Ich schreibe diese Zahlen einmal pro Quartal auf.
- ☐ Ich habe einen Google-Alert auf meinen Namen eingerichtet.
- ☐ Ich weiß, welcher Beitrag im letzten Quartal die meisten Gespräche ausgelöst hat, und warum.
- ☐ Ich frage neue Kunden, wo sie mich zuerst gesehen haben.
- ☐ Ich habe ein Ziel für die nächsten zwölf Monate, das keine Followerzahl ist.
- ☐ Ich habe in diesem Jahr geprüft, ob meine Positionierung noch stimmt oder ein Rebranding fällig ist.
Haltung und Schutz (8 Punkte)
Vertiefung: Privatsphäre, Kritik und Shitstorm, KI-Profilbild, Sichtbarkeit ohne Ausbrennen.
- ☐ Ich habe entschieden, was privat bleibt, und halte mich daran.
- ☐ Ich weiß, was ich im Fall eines Shitstorms tue, und wen ich dann anrufe.
- ☐ Ich zeige keine Erfolge, die ich nicht belegen kann.
- ☐ Ich benutze keine Zitate von Kunden, die diese nicht freigegeben haben.
- ☐ Mein Bild zeigt mich, wie ich bin, kein KI-Porträt, das mich verändert.
- ☐ Ich habe meinen Rhythmus so gewählt, dass ich ihn ein Jahr lang halte, ohne auszubrennen.
- ☐ Ich könnte jeden Beitrag auch bei einem Vortrag laut wiederholen.
- ☐ Ich habe mir eine Stunde pro Woche im Kalender für meine Marke reserviert.
Wie du mit dem Ergebnis umgehst
Zähle die Haken, aber bewerte nicht die Zahl, sondern die Lücken. Unter 20 Haken: Beginne beim Fundament und bei der Positionierung, alles andere kann warten. Zwischen 20 und 40: Meist fehlen Inhalte und Netzwerk, also der Teil, der Zeit braucht; ein fester Wochentag und zehn Minuten Kommentare am Tag schließen die meisten Lücken innerhalb eines Quartals. Über 40: Jetzt zählen Messen und Haltung, denn ab hier geht es nicht mehr darum, sichtbar zu werden, sondern darum, es zu bleiben, ohne sich zu verlieren. Was bei jedem Stand hilft, sind die Personal Branding Tipps aus der Praxis.
Zwei Punkte sind absichtlich unbequem: der Namens-Test für das Alleinstellungsmerkmal und die Frage, ob du jeden Beitrag auch auf einer Bühne laut wiederholen könntest. Wer beide bejahen kann, hat eine Marke, die hält. Und ein Punkt steht in keiner anderen Checkliste: die eigene Bauweise zu kennen, bevor man einen Plan macht. Die Matrix der Karriere, die ich, Ibrahim Evsan, entwickelt habe, leitet aus dem Human-Design-Chart ab, welcher Rhythmus und welche Form von Sichtbarkeit zu einem Menschen passt; die meisten Pläne scheitern nicht an der Disziplin, sondern daran, dass sie für jemand anderen gemacht wurden.
Das Wichtigste zum Mitnehmen
- 60 Punkte in acht Abschnitten, in der Reihenfolge, in der eine Marke entsteht: Fundament, Positionierung, Auftritt, LinkedIn-Profil, Inhalte, Netzwerk, Messen, Haltung und Schutz.
- Die ersten 16 Punkte sind die wichtigsten; wer dort Lücken lässt, baut auf Sand.
- Einmal am Stück durchgehen, ehrlich abhaken, beim ersten Abschnitt mit Lücken beginnen, dann einmal pro Quartal wiederholen.
- Nicht die Zahl der Haken zählt, sondern welche Punkte seit zwölf Monaten offen stehen.
- Zwei unbequeme Prüfungen: der Namens-Test und die Bühnen-Frage.
- Die eigene Bauweise kennen, bevor man einen Plan macht; die meisten Pläne scheitern daran, dass sie für jemand anderen gemacht wurden.
Häufige Fragen
Wie benutze ich die Personal Branding Checkliste?
Einmal am Stück durchgehen und ehrlich abhaken, was heute erfüllt ist, ohne etwas zu beschönigen. Dann die offenen Punkte des ersten Abschnitts angehen, in dem etwas fehlt, denn die Reihenfolge ist Absicht: Fundament vor Positionierung, Positionierung vor Auftritt, Auftritt vor Inhalten. Danach einmal pro Quartal wiederholen und die Haken zählen. Die Seite lässt sich im Browser als PDF speichern und mit dem Stift abhaken.
Muss ich alle 60 Punkte erfüllen?
Nein, und niemand erfüllt sie am ersten Tag. Die Liste ist ein Fahrplan, kein Examen. Entscheidend sind die ersten beiden Abschnitte, Fundament und Positionierung: Wer dort Punkte offen lässt, baut alles Weitere auf Sand. Alle anderen Abschnitte lassen sich in beliebiger Reihenfolge füllen, je nachdem, wo du stehst und welche Kanäle für dich zählen.
Für wen ist die Checkliste gedacht?
Für alle, die eine Personenmarke aufbauen oder prüfen wollen: Selbstständige, Beraterinnen und Coaches, Führungskräfte, Angestellte, die sichtbar werden wollen, und Menschen in der Bewerbung. Einzelne Punkte passen nicht für jeden, etwa die Bühne für jemanden, der nie Vorträge hält; die lassen sich überspringen. Der Kern, Fundament, Positionierung, Inhalte und Haltung, gilt für alle.
Wie oft sollte ich die Liste durchgehen?
Einmal pro Quartal, am besten zusammen mit dem Vierteljahres-Check der Kennzahlen. Eine Marke verändert sich langsam, und ein wöchentlicher Blick zeigt nichts. Nach einem Jahr sind vier Durchgänge die ehrlichste Bilanz, die es gibt: Wie viele Haken sind dazugekommen, und welche Punkte stehen seit zwölf Monaten offen? Die zweite Frage ist meist die wichtigere.
Warum stehen Human Design und Bauweise in der Checkliste?
Weil die meisten Checklisten davon ausgehen, dass alle Menschen gleich funktionieren: täglich posten, ständig netzwerken, immer initiieren. In der Arbeit mit Human Design zeigt sich, dass der Rhythmus, der hält, von der Bauweise abhängt, also von Typ, Strategie und Autorität. Der Punkt in der Liste ist deshalb kein Pflichtfeld, sondern eine Einladung, die eigene Bauweise zu kennen, bevor man einen Plan macht, der nicht zu einem passt.
Was ist der wichtigste Punkt auf der Liste?
Der erste: in einem Satz sagen zu können, wem du womit hilfst. Fast alle anderen Punkte hängen davon ab, vom Slogan über den Content-Plan bis zur Frage, wen du auf LinkedIn ansprichst. Wer diesen Satz nicht hat, kann die übrigen 59 Punkte abarbeiten und bleibt trotzdem beliebig. Wer ihn hat, erledigt viele der übrigen fast nebenbei.
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