Personal Branding: Was Du vor dem Startschuss wissen musst
Personal Branding: Was Du vor dem Startschuss wissen musst | © Romolo Tavani @ Shutterstock.com

Personal Branding: Was Du vor dem Startschuss wissen musst

Personal Branding beschreibt Strategien, um die eigene Brand aufzubauen, sich selbst zu vermarkten, den eigenen Wiedererkennungswert zu erhöhen und einfach erfolgreich zu sein. Doch hinter den vielversprechenden Zielen stehen harte Arbeit, viel Ausdauer und eine ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Person. Wer seine Personal Brand etabliert, widmet sich nicht nur eigenen Stärken, sondern vor allem den Schwächen und potentiellen Konfliktsituationen. Folgende Aspekte sollten Dir deshalb bewusst sein, bevor Du den Schritt zu Personal Branding wagst:

1. Personal Branding ist mehr als Profilierung

Personal Branding setzt eine positive und authentische Darstellung Deiner Person, Deines Könnens und Deiner Themen voraus. Diese Darstellung – vorwiegend auf Online-Kanälen – dient also der eigenen Repräsentation. Deine Zielgruppe soll Dich finden, Deine Arbeit kennenlernen und mehr über Dich und Deine Persönlichkeit erfahren können. Ziel ist, mit guten Beiträgen, die Menschen zu überzeugen, Aufmerksamkeit zu erregen und den eigenen Wiedererkennungswert zu fördern.

Online-Kanäle schaffen den Zugang zu einer großen Zielgruppe mit einer enormen Reichweite, sind aber genau deshalb mehr als nur eine Plattform für das eigene Experimentieren oder zur Schau stellen. Gerade weil viele Menschen erreicht werden sollen, muss die Selbstdarstellung Hand und Fuß und die Beiträge einen ersichtlichen Nutzen haben. Der Fokus sollte hauptsächlich darauf liegen, was Du Deiner Zielgruppe bieten kannst und nicht nur auf den eigenen Interessen, z.B. dem Wunsch nach steigender Bekanntheit.

2. Die Darstellung muss optimal, darf aber nicht unrealistisch sein

Um eine erfolgreiche Personal Brand zu schaffen, sollte Deine Zielgruppe viel von Dir hören, wissen und lesen. Deine gesamte Darstellung muss überzeugend, individuell und besonders sein; Du möchtest Dich ja schließlich von Deiner Konkurrenz positiv abheben und auch längerfristig im Gedächtnis bleiben. Doch Deine Präsenz darf nicht unrealistisch sein, denn nur die Menschen, die wirklich echt und authentisch scheinen, werden von der Zielgruppe überhaupt angenommen und unterstützt.

Deine Personal Brand ist Dein Versprechen – unterscheide also zwischen einer guten Darstellung mit echten Werten und glaubhaften Beiträgen und einer überzogenen oder gar falschen Präsentation. Schließlich müssen die Erwartungen und Ansprüche, die man mit Deiner Personal Brand verbindet, erfüllt werden.

3. Inhalte dienen nicht nur der eigenen Werbung

Personal Branding funktioniert nur dann, wenn Du durch Deine Kompetenz und Deine Fähigkeiten einen besonderen Beitrag leisten kannst. Deine Ideen und Gedanken repräsentieren Dich, zeichnen Dich aus und ermöglichen Deine unverkennbare Positionierung. Sie stehen also für Deine Persönlichkeit, Dein Wissen und Dein Engagement, doch trotzdem sollen Deine Inhalte nicht nur als Werbung für Deine Person, sondern als Beiträge mit gesellschaftlichem Nutzen dienen.

Deine Zielgruppe muss klar erkennen, warum sie gerade Dir folgen sollte und welchen Nutzen sie davon hat. Dieser Nutzen kann so unterschiedlich sein, wie die Zielgruppe, die Du ansprichst – von Unterhaltung, Satire, Humor über Sachtexte, Fachtexte bis hin zu wissenschaftlichen Arbeiten.

4. Eine Personal Brand braucht Zeit

Personal Branding heißt nicht: Berühmtheit über Nacht. Vielmehr ist eine Brand erst das erfolgreiche Endprodukt einer längerfristigen, konzeptionellen Arbeit und ihre anschließende professionellen Umsetzung.

Die Etablierung Deiner Perosnal Brand ist abhängig von Deiner aktuellen Mediennutzung (Onlinepräsenz, Social-Media-Kanäle etc.), Deiner bisherigen Arbeit, Reputation und Vernetzung, Deinen persönlichen Vorstellungen und Deiner individuellen Zielsetzung. Es dauert vor allem zu Beginn eine gewisse Zeit, um die optimale Selbstdarstellung zu gestalten und zu visualisieren, die richtigen Inhalte auszuwählen, sie zu veröffentlichen und mit regelmäßigen Beiträgen und Aktionen über die verschiedenen Kanäle bisher gewonnene Kontakte zu vertiefen und Deine Bekanntheit Schritt für Schritt auszubauen.

5. Personal Branding ist kein Automatismus

Deine eigene Personal Brand zu schaffen, bedeutet viel Zeit und Arbeit für Dich. Zuerst muss die eigene konzeptionelle Arbeit geleistet werden, die z.B. die Beantwortung der Fragen einschließt: Wer bin ich, was biete ich, was möchte ich?

Siehe auch: Personal Branding Canvas – 12 Schritte zur „Marke Ich“

Anschließend folgt Deine Strategieentwicklung: Wie und mit was verfolge ich meine Ziele, welches Budget habe ich? So gelingt später die konkrete Umsetzung wie die inhaltliche und visuelle Darstellung (Fotos, Grafiken, Texte). Außerdem müssen Kontakte geschaffen und gepflegt und Deine Inhalte und Beiträge regelmäßig publiziert, überprüft und angepasst werden. Personal Branding braucht also in erster Linie eine gezielte Vorgehensweise und ist kein Selbstläufer. Das betrifft aber vor allem die Anfangszeit, denn mit einem wachsenden Netzwerk und mehr Erfahrung stellen sich die Erfolge schnell ein, d.h. die eigene Reichweite vergrößert sich, Anfragen der Kunden nehmen zu und der Austausch weitet sich aus.

“Fünf Dinge, die Du wissen solltest, um eine erfolgreiche #PersonalBrand zu schaffen.“

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Personal Branding ist zwar umfangreich, aber vielversprechend. Wenn Du Dir bewusst bist, wie viel und welche Arbeit dafür nötig ist, wirst Du mit einer klaren Strategie und viel Freude bald Dein Ziel erreichen und die Menschen mit Deiner Personal Brand begeistern.

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