Positionieren Sie neben Ihrem Unternehmen Ihre Mitarbeiter

Der Wert aktiver Unternehmenskommunikation ist vielen Unternehmen heute bewusst. Wer sich nicht klar und aktiv positioniert, seine Marke nicht pflegt und in den sozialen Netzwerken nicht präsent ist, verliert früher oder später den Anschluss an seine Kunden und kann sich gegen die sichtbare und bekannte Konkurrenz nicht mehr behaupten. Die Cost of Ignorance – COI – ist perspektivisch sehr hoch.

Entsprechend aktiv gehen manche Unternehmen die Kommunikation an. Sie gewähren Einblicke in die Produktion und die tägliche Arbeit, stellen Produkte vor und machen die Werte und Grundsätze des Unternehmens sichtbar. Ein guter Ansatz, dem oft allerdings eine wichtige Komponente fehlt: die Mitarbeiter.

Sie sind es, die die Produkte erst möglichen machen, die Qualität sichern und das Unternehmen am laufen halten. Und sie können dem Unternehmen auch ein Gesicht verleihen. Wenn Firmen ihre Mitarbeiter aktiv in die Kommunikation einbeziehen, werden sie dadurch…

  • … sympathischer.
  • … greifbarer.
  • … vertrauenswürdiger.
  • … sichtbarer.

Letzteres auch deshalb, weil die Mitarbeiter die Kommunikation aktiv unterstützen und Beiträge teilen. Wenn sie selbst in der Kommunikation vorkommen und einen hohen, persönlichen Bezug zum Unternehmen und seinen Webpräsenzen haben, werden sie auch dafür werben.

Personal Branding: Positionierung für Fachkräfte

Fachkräfte, die sich ihrem Unternehmen verbunden fühlen, beteiligen sich gerne an der Kommunikation, stehen als Interviewpartner zur Verfügung, teilen die Beiträge des Unternehmens in den sozialen Netzwerken und treten als Unternehmensbotschafter auf Messen und Events in Erscheinung.

Sie engagieren sich vorbildlich für ihr Unternehmen und ihren Arbeitgeber und helfen dabei, dessen Reputation und Image auszubauen. Die eigene Reputation bleibt dabei meist auf der Strecke. Personal Branding? Fehlanzeige, keine Zeit. Ein fataler Fehler!

So gut das Verhältnis zum Arbeitgeber auch sein mag: Moderne Erwerbsbiografien sind längst nicht mehr planbar. Arbeitgeberwechsel gehören zur Normalität und wenn ein solcher ansteht, ist die gesamte, für das Unternehmen geleistete Reputationsarbeit nichts mehr wert. Dann zählt nur die eigene Reputation, die Personenmarke.

Fachkräfte sollten sich daher nicht nur für die Reputationsarbeit ihres Arbeitsgebers, sonder auch für das eigene Personal Branding Zeit nehmen. Eine eigene Webseite und ein eigenes Blog in Kombination mit einer Facebook-Seite oder zumindest – auch wenn ich diese Lösung nicht empfehle – einem gut gepflegten Profil und einem Twitter-Account sollten dazu gehören.

Die Reputationsarbeit für ihren Arbeitgeber sollten Sie als Fachkraft deshalb keineswegs einstellen, sondern es eher für Ihr eigenes Personal Branding nutzen. Das kann beispielsweise so funktionieren:

  • Teilen Sie Interviews und Beiträge Ihres Arbeitgebers, in denen Sie vorkommen, über Ihre eigenen Kanäle.
  • Weisen Sie im eigenen Blog auf entsprechende Beiträge hin und verlinken Sie auf die Blogbeiträge des Unternehmens.
  • Wenn Sie auf Messen und Events sind, sollten Sie das durch Fotos und Tweets zeigen und später im Blog darüber berichten.

Das alles ist zwar zusätzlicher Aufwand, zahlt sich perspektivisch allerdings aus. Wenn Sie Ihre Personenmarke und eine professionelle Reputation aufbauen, haben Sie beim nächsten Arbeitgeberwechsel und der nächsten Bewerbung viel bessere Chancen.

Vielleicht können Sie die sonst übliche Stellensuche auch komplett umgehen und werden von Unternehmen oder Headhuntern angesprochen und direkt für eine neue Stelle verpflichtet.

Wenn Sie keine Zeit für Personal Branding haben, werden Sie sich Zeit für die Stellensuche und ellenlange Bewerbungen nehmen müssen. Auch für Fachkräfte ist die Cost of Ignorance – im Blick auf Personal Branding – hoch, vielleicht sogar zu hoch, als das Sie diese risikieren sollten.

Nehmen Sie sich nicht nur für die Reputation Ihres Unternehmens, sondern auch für Ihr Personal Branding Zeit. Ich garantiere Ihnen: Es lohnt sich.

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