I did it my way: Was wir von den Amerikanern lernen können

Amerikaner haben Einstellungen im privaten wie beruflichen Leben, von denen wir auch im Personal Branding profitieren können. Denn sie beherrschen das positive thinking. Wieso und warum, möchte ich euch mit diesem Artikel näherbringen.

Es ist nicht zu leugnen: Amerikaner sind sehr erfolgreiche Unternehmer. Sie haben diesen Überschwang, lassen sich von einer Idee begeistern und mitreißen. Sie denken an unbegrenzte Möglichkeiten und verfügen über permanenten Tatendrang, Dinge einfach auszuprobieren.

Während wir den Amerikanern womöglich die Eigenschaften Nationalstolz, Lockerheit und XXL-Denken unterstellen, wäre es interessant zu wissen, was sie über uns denken. Sind wir Deutsche vielleicht zu ernst, zu theoretisch, zu diszipliniert und zu wenig experimentierfreudig?

Leben wir in Deutschland in einer Neidgesellschaft?

Sind wir mal ehrlich. In Deutschland leben wir in einer Neidgesellschaft, in der viele Menschen missgünstig auf die Erfolge und Besitztümer des Nachbarn schauen. Generell sind Deutsche zudem große Kritiker, die bei einer neuen Idee, einem Start-up, erst einmal erläutern, was alles schief gehen könnte, anstatt sich auf das Erfolgspotential zu konzentrieren. Wir sind natürlich gewissenhaft und präzise – Weltklasse in vielen Bereichen – aber es fehlt häufig an Mut und Enthusiasmus. Zudem wird die nötige Vorstellungskraft, auch neue Gebiete zu erforschen und kreative, besondere Ideen umzusetzen, gesucht. Vor allem bei heute sehr aktuellen Themen wie Web 2.0.

Das machen Amerikaner anders als wir

Und mit dieser Feststellung können wir sogar neidlos anerkennen, dass Amerikaner in dieser Hinsicht anders sind. Sie gönnen anderen den Erfolg und denken groß, was ihre Pläne, Wünsche und Ziele angeht. Und das dürfen sie auch. Denn diese Einstellung ist berechtigt und liegt alleine schon in der immensen Größe ihres Landes begründet. Schließlich hat ein Amerikaner die Chance mit einer Innovation, einem Unternehmen, gleich einen riesigen Markt zu erobern.

„Eine richtig tolle Idee kann nirgends schneller wachsen. Die meisten amerikanischen Technologie-Start-ups denken darum nicht wie viele europäische in der Dimension “Wie kann ich meine erste Million Umsatz erreichen”, sondern planen gleich schon mal zu Beginn für hundert Millionen“, schrieb Andreas Göldi bereits 2008.

Von diesen Einstellungen können wir profitieren – auch im Personal Branding

Die amerikanische Mentalität ist von Erfolg, Willen und Selbstbewusstsein geprägt. Neben einem guten Produkt oder Service ist es dieses Denken, das für den späteren Erfolg mitentscheidend ist. Es geht darum, sich mit seiner Arbeit zu identifizieren, überzeugt zu sein und das Träumen zuzulassen. Dann ist man immer bereit, das Beste aus seiner Lage und dem vorhandenen Potential machen zu können. Diese Einstellung spielt auch beim Personal Branding eine wichtige Rolle. Schließlich handelt es von Konzepten und Strategien, die sich mit Eigenvermarktung, Selbsteinschätzung und einer hohen Zielsetzung beschäftigen. Wer Projekte entwickelt, ein Unternehmen gründet, ausbaut oder sich selbst als Marke positionieren möchte, braucht gute und fundierte Vermarktungsstrategien. Ein „amerikanisches“ Denken, das die Umsetzung der Theorien in die Praxis wesentlich erleichtert, kann ein entscheidender Vorteil sein:

“Success is liking yourself, liking what you do and liking how you do it.”

Maya Angelou – Schriftstellerin, Professorin und Bürgerrechtlerin

Als Unternehmer muss man deshalb die richtige Eigenschaft entwickeln, die impliziert, sich selbst bestmöglich verkaufen zu wollen. Dabei helfen weitere „amerikanische“ Besonderheiten wie Offenheit, Optimismus und der Willen zur Selbstverbesserung:

„Im Geschäftsleben äußert sich diese Einstellung durch eine ausgesprochene Chancenorientierung. Amerikaner können sich schnell für alles begeistern, was nach “Opportunity” aussieht. Darum kriegt man als Startup schon früh im Verkaufsprozess ungewohnt viel Aufmerksamkeit — nicht, weil sich der Interessent besonders für die Innovation als solche begeistert, sondern weil er sich erhofft, mit dieser Neuheit seine eigene Position verbessern zu können. Aber genauso schnell, wie man Aufmerksamkeit kriegt, verliert man sie auch wieder, wenn sich die Resultate nicht als so nützlich herausstellen wie erhofft“, führt Göldi fort.

Der entscheidende Vorteil der Amerikaner: das „Learning by Doing“- Prinzip

Was die Amerikaner uns voraushaben, ist nicht eine besonders genaue und immer zu Ende gedachte Methodik. Im Gegenteil. Amerikaner lieben Ergebnisse und neigen deshalb dazu, Projekte nicht immer fehlerfrei oder einfach zu früh zu beenden. Das kann dann aber lästige Nachbearbeitungen und Reklamationen zur Folge haben. Aber sie praktizieren das „Learning by Doing“- Prinzip, bei dem die Praxiserfahrung und das Handeln im Vordergrund stehen. Und das tun sie mit Leidenschaft.

Der klassische Lehrberuf wie in Deutschland existiert nicht, demnach aber ein hohes Maß an Experimentierfreude und Flexibilität. Es ist diese große Begeisterungsfähigkeit, mit der die Amerikaner durchs Leben gehen und die eine Freundlichkeit bedingt, die auch berufliche Umstände beeinflusst. Sie lieben einfach, was sie tun und legen deshalb auch auf guten Service großen Wert:

“If you work just for money, you’ll never make it, but if you love what you’re doing and you always put the customer first, success will be yours.”

Ray Kroc – Gründer von Mc Donald’s

Amerikanische Zitate wie diese hören sich für unsere Ohren oft ungewöhnlich oder einfach nur floskelhaft an. Doch outstanding ist tatsächlich die amerikanische Eigenschaft, das Glas als halb voll anzusehen. Sie beherrschen das positive thinking. Außerdem sind sie Meister des networking. Das geht sogar soweit, dass auch in scheinbar belanglosen Gesprächen erwähnt wird, wer, wen kennt und die jeweiligen Kontakte damit strategisch eingesetzt werden. Dieser elementare Bestandteil amerikanischer Geschäftswelt geht über das in Deutschland übliche Vernetzen hinaus.

Was am Ende wirklich zählt

Doch am Ende zählt natürlich dort wie hier, wie viel Substanz letztlich ein jeder Unternehmer mit sich bringt und wie er sich durch Qualität gegen die Konkurrenz durchsetzen kann.

Jede Nation hat ihre Stärken und Schwächen. Die Deutschen sind weltweit führend bei der Entwicklung technischer Innovationen, doch die Amerikaner sind einfach besser beim Vermarkten. Ihre Einstellung, die Beurteilung ihrer Chancen, wie sie das Netzwerk leben und ihre Möglichkeiten erkennen – das ist das, was wir von den Amerikanern lernen können:

“You were born to win, but to be a winner, you must plan to win, prepare to win and expect to win.”

Zig Ziglar – Autor, Motivationstrainer

“Die Amerikaner sind uns einige Gedanken voraus: Diese Eigenschaften sollten wir umsetzen!“

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Zudem müssen wir uns verdeutlichen, dass jeder Einzelne von uns eine ganze Menge erreichen kann. Verteilt deshalb eure Gedanken im Netz und zeigt, was ihr könnt. Denn sobald es die richtigen Menschen erreicht, habt ihr gewonnen. Lasst euch dabei nicht entmutigen von einer Ellbogengesellschaft, Neid oder Spott. Eure Worte, Gedanken und Visionen sind nicht umsonst eure einzigartige Waffe.

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